Die Welt ist ge | spalten

Home / Achim's Blog / Die Welt ist ge | spalten

Die Hälfte der Bevölkerung in der kapitalisierten Welt sieht in der gegenwärtigen Entwicklung eine Chance, die andere eine Bedrohung.

Die Bertelsmann-Studie zeigt, dass eine große Mehrheit der Menschen mit Sympathien für rechtsnationale und populistische Parteien internationale Verflechtung als Bedrohung empfindet.

Rechtsradikale Tendenzen sind das Eine. Die Verlierer des Systems, die nicht mehr mitgenommen werden, die „Abgehängten“, von jungen Arbeitslosen bis zum älteren Rentner, das Andere. Viele suchen einfache Antworten in der „ach so guten Vergangenheit“. In der Zukunft werden zunehmende wirtschaftliche und gesellschaftliche Probleme durch Schieflagen (Demografischer Wandel in Industrieländern, zunehmender Arbeitsplatzabbau durch Digitalisierung und Automatisierung, Steuerdisbalancen, Altersarmut, Arbeitslosigkeit in allen Schichten, weltweite Migrationswellen, klimatische Veränderungen, finanziell ausgelöste Krisensituationen…) forciert und prognostiziert und das Leben wird dadurch weniger planbar und unkalkulierbarer, kurzum zu einem größeren Risikofaktor.

Der kleinstaatliche Nationalismus mit rechten Parolen erlebt ein Revival, neben überstaatlichen Freihandelsabkommen und Globalisierungen.

Kein Staat oder keine Region kann sich vom Welthandel und Weltgeschehen ausklinken, wie in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts Kuba, oder bis heutzutage Nordkorea.

Die Menschen müssen aufgefangen werden, durch ein solidarisches Miteinander. Wie das geschieht und wie das gestaltet wird, das wird die Aufgabe der Staatengemeinschaften im 21. Jahrhundert sein.

Um zu überleben auf diesem Planeten brauchen wir mehr Miteinander statt Gegeneinander und weniger Wirtschaftswachstum sowie mehr Güterverteilung.

Das gilt auch für die innere staatliche Ordnung, die wieder mehr zu einer Solidargemeinschaft werden muss, zum Wohle Aller, der Jungen, der Mittelschicht, der Armen und den Alten.

Ob wir, um diese Ziele zu erreichen, den Steuersatz erhöhen, oder einen bedingungsloses Grundeinkommen einführen, also nach unten sockeln und nach oben deckeln, das wird in den nächsten Jahrzehnten in den Industriestaaten diskutiert und entschieden werden müssen, denn sonst sind wir in einigen Jahrzehnten Schwellenländer nach unten werden.

Ein „weiter so“ kann und wird es nicht geben können.

Hier sind gerade die gegenwärtigen Entscheidungsträger Trump, Merkel, Putin, Trudeau, Renzi, Hollande, May, Erdogan, Li Keqiang, Shinzo Abe…..gefragt.

  • Achim
      AchimAdministrator

      Achim Biebricher
      Berlin| Potsdam| Taunusstein

    Related Posts

    Leave a Comment