Krieg und Elend in Syrien

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Bildquelle: https://pakhtunkhwa911.wordpress.com/2013/05/13/chaos-und-eskalation/

Religiöse Fragen werden von den Akteuren instrumentalisiert

Hinter der internationalen Einflussnahme stecken teilweise geostrategische und ökonomische Interessen. Im Krieg in Syrien zeigt sich „wie in einem Brennglas das wirre Knäuel politischer und geostrategischer Interessen der großen wie der regionalen Mächte“ so Werner Ruf, deutscher Politikwissenschaftler, Hochschullehrer und Friedensforscher.
Dafür würden religiöse Fragen von den Akteuren lediglich instrumentalisiert. Er kommentiert die Konsequenzen: „Der Regimewechsel im Irak und der jetzt mittels gewalttätiger Subunternehmer versuchte Umsturz in Syrien erweisen sich als ein Sprengsatz, der seine Erfinder unmittelbar zu bedrohen scheint.“ Die Konzentration der politischen Beobachtungen auf die Person Assads und die religiös motivierten Konflikte wird als naive Verkennung der geopolitischen Grundprobleme kritisiert.

Das grundlegend soziologische Problem des Fundamentalismus und Terrorismus wird durch militärische Mittel nur verschärft. Nicht-staatlichen Akteuren solle die Unterstützung entzogen werden, fremde Waffen- und Geldflüsse sowie der Zustrom von Kämpfern unterbunden werden, außerdem die Zusammenarbeit mit Israel sowie Diktatoren und Monarchen im Mittleren Osten reduziert werden. Dann könnten die Staaten der Region und die lokalen Bevölkerungen die schwere, aber übertrieben dargestellte Herausforderung durch den IS bewältigen, so Musa al-Gharbi in seinem Buch: By hyping ISIL threat, US is falling into group’s trap. Al Jazeera America, 30. September 2014.

  • Achim
      AchimAdministrator

      Achim Biebricher
      Berlin| Potsdam| Taunusstein

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