Stolpert die Krisenkanzlerin über die Flüchtlinge?

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Sollte sie allerdings dabei fallen, so fällt die ganze Regierung.
Im Jahr vor der Bundestagswahl hieße das, auch die SPD unter Sigmar Gabriel wäre gescheitert, weil sie diesen Kurs wesentlich mitprägte, ja sogar noch forcierte.
Zwei neue Kanzlerkandidaten müssten aus dem Hut gezaubert werden. Künftige Parteien-Konstellation 2017 ungewiss. Es darf spekuliert werden, ob die SPD weiterhin Anhängsel der CDU bleiben wird, um rechte Kräfte in einer neuen Regierung zu verhindern (die Macht werden die Sozialdemokraten auf Jahre hinaus nicht mehr erhalten!), oder ob die CDU einen Rechtsruck machen wird, um das Vakuum an dieser ihrer Seite auszugleichen und um der AfD die Wählerstimmen abzugraben.

Fakt ist, es gibt derzeit keine im Bundestag vertrene Partei in  Opposition zu der Flüchtlingsfrage. Es gibt dort allgemein einen humanitären Flüchtlingskonsens. Pragmatische und traditionalistische Denkende werden durch Parteien im Bundestag nicht mehr repräsentiert, evt. nur durch einen kleinen Teil einer bayrischen Regionalpartei, was ein Defizit in einer Demokratie darstellt.  So sieht das der renommierte Parteienforscher Elmar Wiesendahl.
Die Situation wird sich ändern, je mehr wir an der Integration von Hundertausenden Zugeflohenen mittel- und langfristig scheitern, der Teil an Zugereisten, der nicht integriert werden will und hier den Bürgerkrieg nach Mitteleuropa importiert und austrägt. Das ist die letzte  Zerreisprobe für das fragile Gebilde und friedliche Europa. Aus der hierzulande euphorisch gefeierten Willkommenskultur könnte eine mehrheitlich ängstliche Ablehnungskultur werden, so wie bei unseren östlichen Nachbarn, in Frankreich und andeswo, wo sich nationalistische Kräfte mit ihren schlichten Parolen ausbreiten und das Scheitern des Staates und der Saatengemeinschaft zu nutzen machen.

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